Ab Hof zu verkaufen scheitert selten am Interesse der Kundschaft und oft an den Öffnungszeiten. Wer berufstätig ist, kommt nicht zwischen neun und siebzehn Uhr am Hof vorbei. Ein Automat verlängert den Verkauf auf 24 Stunden, ohne dass jemand danebenstehen muss.
Technisch ist ein Hofautomat kein eigener Automatentyp, sondern eine Kombination aus drei Anforderungen: wetterfest, robust, oft unbeaufsichtigt.
Der typische Platz ist die Hofeinfahrt, der Feldrand oder die Straßenseite — also draußen. Damit gilt:
Für Standorte in ungeheizten Scheunen oder Vorbauten gibt es zusätzlich Geräte, die von 2 bis 20 °C nicht nur kühlen, sondern auch heizen können. Damit friert im Januar nichts ein.
Das ist die Entscheidung, an der ein Hofautomat steht oder fällt — denn Direktvermarkterware ist selten genormt.
Eier, Milch, Gemüse, Fertiggerichte brauchen Kühlung von +2 bis +10 °C und eine schonende Ausgabe. Geräte mit motorisiertem Lift und zentraler Ausgabemulde setzen die Ware ab, statt sie fallen zu lassen — bei Eiern ist das keine Feinheit, sondern die Voraussetzung.
Fleischpakete, Gemüsekisten, Blumensträuße, Wurstwaren im Vakuum passen in kein Spiralfach. Dafür gibt es Klappen- und Lockerautomaten mit verschließbaren Fächern. Die Fächer sind 230 mm hoch und 445 mm tief; die Breite hängt von der Aufteilung ab:
| Aufteilung | Fachbreiten | Ergebnis |
|---|---|---|
| 3 Fächer je Etage | 180 · 390 · 180 mm | ein extrabreites Fach pro Etage |
| 4 Fächer je Etage | 180 · 170 · 170 · 180 mm | maximal 180 mm |
Messen Sie Ihr größtes Paket. Über 180 Millimeter Breite brauchen Sie die Drei-Fach-Aufteilung — davon gibt es sechs Fächer im 18er-Modell, vier im 20er und keines im 24er, bei identischem Gehäuse.
Getränke, Milch in Flaschen, Säfte laufen über Schacht- oder Spiralautomaten. Bei Glasflaschen gibt es eine eigene Ausführung, die 180 Flaschen à 0,5 Liter fasst und auf Pfandrückgabesysteme vorbereitet ist.
Tiefkühlware — vorportioniertes Fleisch, Suppen, Eis vom Hof — braucht −10 bis −25 °C.
Die Kasse des Vertrauens hat ihre Grenzen. Moderne Automaten kombinieren Münz- und Scheinzahlung mit kontaktloser Kartenzahlung inklusive Smartphone. Ein fester Internetanschluss ist dafür nicht nötig — die meisten Systeme arbeiten über eine Mobilfunk-SIM.
Testen Sie vorher den Empfang an der geplanten Position. Kein Netz bedeutet keine Kartenzahlung und keine Fernüberwachung.
Direktvermarktung über Automaten berührt mehrere Bereiche: Lebensmittelhygiene und Kennzeichnung, bei tierischen Produkten zusätzliche Vorschriften, bei Rohmilch besondere Auflagen, die sich je nach Bundesland unterscheiden. Dazu kommt die Frage, ob der Aufstellplatz baurechtlich zulässig ist, wenn er an öffentlichen Verkehrsflächen liegt.
Das ist kein Grund zu zögern — tausende Höfe machen das erfolgreich. Aber es gehört vor die Anschaffung, nicht danach. Wir sagen Ihnen, was aus unserer Erfahrung zu klären ist; die verbindliche Auskunft kommt von Ihrem Veterinäramt beziehungsweise der Gemeinde.
Eine Outdoor-Ausführung mit IP34-Regenschutz, Schutzdach und beheizter Scheibe, ausgelegt bis −15 °C. Für Eier und Frischware zusätzlich mit Kühlung von +2 bis +10 °C und schonender Liftausgabe.
230 mm hoch, 445 mm tief. Die Breite hängt von der Aufteilung ab: drei Fächer je Etage ergeben 180/390/180 mm, vier Fächer 180/170/170/180 mm.
Nein. Kartenzahlung und Fernüberwachung laufen in der Regel über eine Mobilfunk-SIM. Der Empfang sollte vor der Aufstellung an der geplanten Position geprüft werden.
Stand: August 2026. Technische Angaben nach Herstellerunterlagen von SandenVendo und OPROO. Bei Fragen zu Ihrem Standort beraten wir Sie persönlich.
Ob einzelner Standort oder Multi-Standort-Setup: Wir beraten Sie ehrlich und melden uns zeitnah zurück.