„Was bringt so ein Automat?“ ist die erste Frage in fast jedem Beratungsgespräch. Die ehrliche Antwort: Es hängt an drei Dingen — ob der Automat drinnen oder draußen steht, wie die Lage ist, und ob er allein dasteht oder mit weiteren Geräten kombiniert wird.
Die Rechnung selbst ist simpel: Verkäufe mal Durchschnittsbon. Schwierig ist nur die realistische Schätzung. Die folgenden Werte sind Erfahrungswerte aus unserer Praxis in Oberbayern und Schwaben — keine Modellrechnung, sondern das, was wir bei Kunden tatsächlich sehen. Alle Angaben verstehen sich pro Monat.
| Aufstellung | Spanne pro Monat | Typischer Wert |
|---|---|---|
| Außenbereich | 1.500 – 5.000 € | rund 2.500 € |
| Innenbereich | 900 – 3.000 € | rund 1.500 € |
| Innen in Kiosk- oder Shop-Umgebung | deutlich darüber | lageabhängig |
Außen schlägt innen. Ein Automat im Außenbereich ist rund um die Uhr zugänglich und wird auch von Passanten genutzt, die nicht wegen des Standorts da sind. Innen liegt der Umsatz erfahrungsgemäß bei etwa 60 Prozent davon — die Nutzung beschränkt sich meist auf die Menschen, die ohnehin im Gebäude sind.
Die Ausnahme sind Innenaufstellungen mit eigenem Publikumsverkehr: In einem Kiosk, einem Shop oder einer Tankstelle kann ein Innengerät die Außenwerte übertreffen, weil Frequenz und Kaufbereitschaft dort ohnehin hoch sind.
Der Durchschnittsbon liegt bei Snacks meist zwischen 2,00 und 2,80 Euro. Zum Einordnen: Zehn zusätzliche Verkäufe am Tag bei 2,50 Euro sind rund 750 Euro Mehrumsatz im Monat. Umsatzsteigerung ist selten ein großer Wurf, meistens die Summe kleiner Korrekturen.
| Aufstellung | Spanne pro Monat |
|---|---|
| Außenbereich | 1.500 – 5.400 € |
| Innenbereich | 900 – 3.200 € |
| Mit alkoholischen Getränken | höher — Altersprüfung Pflicht |
Getränke drehen schneller als Snacks, bringen pro Verkauf aber weniger. Deutlich stärker als beim Snackautomaten wirkt die Jahreszeit: Im Sommer kann sich der Absatz gegenüber dem Winter verdoppeln.
Bier und Wein heben den Umsatz spürbar — vor allem an Außenstandorten und in touristischen Lagen. Dafür brauchen Sie eine funktionierende Altersverifikation am Gerät; welche Verfahren zulässig sind, steht im Ratgeber Altersverifikation und rechtliche Pflichten.
Zwei Punkte, die bei Getränken direkt auf die Marge schlagen: der Stromverbrauch der Kühlung — bei älteren Geräten ein ernstzunehmender Posten — und das Gewicht beim Befüllen, das die Zeit pro Besuch bestimmt.
Der stärkste Hebel ist selten ein besserer Automat, sondern ein zweiter. Snack und Getränk sind komplementär, nicht konkurrierend: Wer sich einen Riegel zieht, nimmt oft ein Getränk dazu — und umgekehrt. Beide Geräte tragen sich gegenseitig, statt sich den Bedarf zu teilen.
| Snack + Getränke am selben Standort | Spanne pro Monat | Typischer Wert |
|---|---|---|
| Außenbereich | 3.000 – 10.000 € | rund 5.000 € |
| Innenbereich | 1.800 – 6.000 € | rund 3.000 € |
Die Werte entsprechen der Summe beider Einzelgeräte — die Kombination verhält sich also additiv, ohne dass sich die Automaten gegenseitig Umsatz wegnehmen. Für den Innenbereich gilt wie bei Einzelgeräten die Faustregel von rund 60 Prozent des Außenwerts.
Dazu kommt der betriebswirtschaftliche Effekt: Eine Anfahrt bedient zwei Geräte, ein Stellplatzvertrag deckt beide ab, die Fixkosten je Automat sinken. Genau deshalb sind Standorte mit zwei oder drei Geräten in der Regel deutlich profitabler als zwei Einzelstandorte mit derselben Gerätezahl.
Wenn nur ein Stellplatz zur Verfügung steht, übernimmt ein Kombiautomat diese Rolle in einem Gerät — dazu der Ratgeber Kombiautomaten.
Eine Beispielrechnung für einen typischen Außenstandort mit 2.500 Euro Monatsumsatz:
| Position | Betrag pro Monat |
|---|---|
| Umsatz | 2.500 € |
| − Wareneinsatz (52 %) | − 1.300 € |
| = Rohertrag | 1.200 € |
| − Standortprovision (10–25 %) | − 250 bis 625 € |
| − Strom | − 10 bis 25 € |
| − Service, Wartung, Rücklage (3–8 %) | − 75 bis 200 € |
| − Zahlungsgebühren (1–3 %) | − 25 bis 75 € |
| = Ergebnis | 300 bis 850 € |
Auf eigenem Grund sieht die Rechnung anders aus. Wer den Automaten am eigenen Betrieb, Hof oder Ladenlokal aufstellt, spart die Standortprovision — den mit Abstand größten Kostenblock nach dem Wareneinsatz. Dann bleiben bei denselben 2.500 Euro Umsatz rund 900 bis 1.100 Euro.
In beiden Fällen ist das Ergebnis vor Ihrer eigenen Arbeitszeit für Fahrten und Befüllung gerechnet. Genau diese Zeit ist der Posten, den Einsteiger am häufigsten gar nicht ansetzen.
Wie sich Aufschlag und Marge unterscheiden und was in die Fixkosten gehört, steht ausführlich im Rentabilitätsrechner und im Ratgeber Lohnt sich ein Verkaufsautomat?
Nie leer sein. Ein Automat, der ab Freitagmittag halb leer ist, verliert nicht nur die Verkäufe dieses Wochenendes, sondern den Ruf. Wer zweimal vor leeren Fächern stand, kommt nicht wieder. Füllstandsdaten helfen dabei — siehe Telemetrie.
Kartenzahlung anbieten. Wer nur Münzen nimmt, verliert Spontankäufe und die jüngere Zielgruppe. Die Systeme dafür finden Sie unter Peripherie.
Sortiment schärfen statt verbreitern. Wenige Renner tragen den Umsatz. Sechs Schokoriegelsorten sind kein Sortiment, sondern fünf blockierte Fächer. Rotieren Sie lieber zwei bis fünf Testplätze im Monat.
Klare Preisstufen. 1,50 / 2,00 / 2,50 statt krummer Beträge. Und rechnen Sie nicht mit Supermarktpreisen plus etwas — ein Automat verkauft Verfügbarkeit rund um die Uhr, und die hat einen Wert.
In der Praxis liegt die Spanne bei 1.500 bis 5.000 Euro im Monat, der typische Wert bei rund 2.500 Euro. Entscheidend sind Lage, Frequenz und ob weitere Automaten am selben Standort stehen.
Innen liegt der Umsatz erfahrungsgemäß bei etwa 60 Prozent des Außenwerts, also grob 900 bis 3.000 Euro im Monat mit einem typischen Wert um 1.500 Euro. In Kiosk- oder Shop-Umgebungen kann er deutlich höher liegen.
Im Außenbereich rund 1.500 bis 5.400 Euro im Monat, innen entsprechend etwa 900 bis 3.200 Euro. Mit alkoholischen Getränken liegen die Werte höher — dann ist aber eine Altersprüfung Pflicht.
Im Außenbereich rund 3.000 bis 10.000 Euro im Monat mit einem typischen Wert um 5.000 Euro, innen entsprechend 1.800 bis 6.000 Euro. Die Geräte ergänzen sich, statt sich Umsatz wegzunehmen — und teilen sich Anfahrt und Stellplatzvertrag.
Bei Snacks meist zwischen 45 und 60 Prozent vom Umsatz, bei Getränken zwischen 35 und 55 Prozent — je nach Einkaufskonditionen und Anteil an Markenware.
Bei einem typischen Außenstandort mit 2.500 Euro Umsatz bleiben nach Wareneinsatz, Standortprovision, Strom und Rücklagen grob 300 bis 850 Euro. Auf eigenem Grund entfällt die Provision — dann sind es eher 900 bis 1.100 Euro.
Entweder eine feste Miete oder eine Umsatzbeteiligung, die häufig im Bereich von 10 bis 25 Prozent liegt. Beides ist Verhandlungssache und sollte im Stellplatzvertrag stehen.
Stand: August 2026. Die genannten Spannen sind Erfahrungswerte aus unserer Praxis als Automatenhändler in Oberbayern und Schwaben und dienen der Orientierung — sie sind keine Zusage. Rechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen im Rentabilitätsrechner nach. Für eine Einschätzung zu Ihrem konkreten Standort beraten wir Sie kostenlos und unverbindlich.
Ob einzelner Standort oder Multi-Standort-Setup: Wir beraten Sie ehrlich und melden uns zeitnah zurück.