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Welche Ware braucht welche Temperatur?

// ÜBERBLICK

Welche Ware braucht welche Temperatur?

Die Temperatur ist keine Ausstattungsoption, sondern eine Grundentscheidung. Sie legt fest, was Sie verkaufen können — und was nicht.

// DIE VIER BEREICHE

Die vier Bereiche

BereichTypisch fürGeeignet für
+2 bis +18 °CSnackautomatenSnacks, Getränke, belegte Brötchen, Joghurt
+2 bis +10 °CGetränke- und FrischeautomatenGetränke, Obst, Gemüse, frische Eier, Fertiggerichte
−10 bis −25 °CTiefkühlautomatenEis, Tiefkühlkost, Fertiggerichte auf Vorrat
2 bis 20 °C mit Frostschutzrobuste Standortgeräteungeheizte Hallen, Werkstätten, Tiefgaragen, Hofstellen
// DER UNTERSCHIED ZWISCHEN

Der Unterschied zwischen +18 und +10 Grad

Er sieht klein aus und entscheidet über das halbe Sortiment. Ein normaler Snackautomat mit +2 bis +18 °C hält Riegel, Chips und Getränke zuverlässig. Für echte Frischware reicht das nicht.

Geräte mit +2 bis +10 °C sind dafür ausgelegt. Der Hersteller nennt ausdrücklich Obst, Gemüse und frische Eier als geeignet — in Kombination mit einer zentralen Ausgabe über einen motorisierten Lift, damit die Ware unbeschädigt ankommt.

Wenn Sie also mit dem Gedanken spielen, regionale Frischware anzubieten, ist das die Grenze, an der sich entscheidet, ob Ihr Konzept technisch überhaupt geht.

// TIEFKÜHLUNG

Tiefkühlung

Tiefkühlautomaten arbeiten von −10 bis −25 °C, elektronisch geregelt, mit dem natürlichen Kältemittel R290. Das reicht für Eis, Tiefkühlkost und vorbereitete Gerichte.

Es gibt zwei Regalvarianten, die sich nur in einem Punkt unterscheiden: mit zentraler Trennwand, also zwei getrennten Blöcken à vier Spuren, oder ohne, als durchgehende Reihe aus acht Spuren. Die Gesamtzahl der Auswahlen ist gleich. Mit Trennwand lassen sich zwei Warengruppen sauber trennen — etwa Eis links und Fertiggerichte rechts. Ohne bleibt die Belegung freier.

Zusätzlich gibt es kompaktere Tiefkühlgeräte mit einem Bereich von −22 bis 0 °C, die weniger Stellfläche brauchen.

// WENN HEIZEN WICHTIGER IS

Wenn Frostschutz wichtiger ist als Kühlen

Der Punkt, den fast niemand auf dem Schirm hat. In einer ungeheizten Halle, einer Tiefgarage oder an einer Hofeinfahrt geht es im Januar nicht darum, Ware herunterzukühlen – sondern darum, dass die Kältetechnik selbst nicht einfriert.

Es gibt Geräte, deren Temperatursteuerung von 2 bis 20 °C arbeitet und zusätzlich eine Heizfunktion mitbringt, die die Kühltechnik bei niedrigen Umgebungstemperaturen vor dem Einfrieren schützt. Damit bleibt ein Standort ganzjährig nutzbar, statt im Winter abgestellt zu werden. Für Werkstätten, Produktionshallen, Parkhäuser und landwirtschaftliche Betriebe ist das oft das entscheidende Merkmal.

Im Außenbereich kommt die zweite Ebene dazu: Outdoor-Ausführungen sind auf Umgebungstemperaturen bis −15 °C ausgelegt, mit beheizter beschlagfreier Scheibe und Frostschutzfunktion.

// WAS KÜHLUNG KOSTET

Was Kühlung kostet

Kühlung ist der größte Stromposten. Zur Orientierung: Ein ungekühlter Locker zieht 50 Watt Anschlussleistung. Ein Snackautomat liegt bei 350 Watt, ein Tiefkühlautomat bei 750 Watt.

Auf das Jahr gerechnet: Snackautomaten innen 629 bis 694 kWh, außen 1.280 bis 1.553 kWh. Die Verdopplung im Außenbereich geht auf Scheibenheizung und Frostschutz.

// HYGIENE BEI LEBENSMITTEL

Hygiene bei Lebensmitteln

Sobald gekühlte Lebensmittel im Spiel sind, gelten die üblichen Pflichten: durchgehende Kühlkette, Temperaturüberwachung, Reinigungsintervalle, Kennzeichnung. Die Geräte unterstützen das mit elektronischer Temperaturregelung; einzelne Modelle bringen ein HACCP-Programm mit Betriebsanzeige mit.

Bei Rohmilch, Fleisch und einigen anderen Warengruppen kommen zusätzliche Vorschriften hinzu, die sich je nach Bundesland unterscheiden können. Das klären wir standortbezogen.

// HÄUFIGE FRAGEN

Kurz beantwortet

Welche Temperatur braucht ein Automat für frische Lebensmittel?

Für Obst, Gemüse, frische Eier und Fertiggerichte einen Bereich von +2 bis +10 °C. Normale Snackautomaten mit +2 bis +18 °C reichen dafür nicht aus.

Welche Temperatur erreicht ein Tiefkühlautomat?

−10 bis −25 °C, elektronisch geregelt, mit dem natürlichen Kältemittel R290. Kompaktere Geräte arbeiten von −22 bis 0 °C.

Kann ein Verkaufsautomat in einem unbeheizten Raum stehen?

Ja, sofern er eine Heizfunktion für die Kältetechnik mitbringt. Einzelne Baureihen regeln von 2 bis 20 °C und schützen die Kühlung davor, bei niedrigen Umgebungstemperaturen einzufrieren.

// STAND

Datenstand und Quellen

Stand: August 2026. Technische Angaben nach Herstellerunterlagen von SandenVendo und OPROO. Bei Fragen zu Ihrem Standort beraten wir Sie persönlich.

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