Die Frage wird fast immer falsch herum gestellt. Wer einen Automaten sucht, fragt zuerst nach der Größe. Das ist die zweite Frage. Die erste lautet: Was genau soll da herausfallen – und darf es überhaupt fallen?
Ein Spiralautomat, der Chipstüten zuverlässig ausgibt, zerstört Feingebäck. Ein Schachtautomat, der 680 Dosen fasst, nimmt keine einzige Packung Nudeln. Und ein Fach, das 24 Mal in ein Gehäuse passt, ist nur 18 Zentimeter breit – für einen Werkzeugkoffer zu wenig.
Drei Angaben Ihres größten und Ihres empfindlichsten Artikels bestimmen praktisch die gesamte Auswahl:
| Breite & Durchmesser | entscheidet über Spirale, Schacht oder Fach |
| Höhe | entscheidet über Etagenaufteilung und Gerätemodell |
| Empfindlichkeit | entscheidet, ob das Produkt fallen darf oder abgesetzt werden muss |
Messen Sie beides aus, bevor Sie weiterlesen. Alles andere – Anzahl der Auswahlen, Bezahlsystem, Farbe – lässt sich später anpassen. Der Ausgabemechanismus nicht.
Die Spirale ist der meistverbaute Mechanismus, weil sie das breiteste Sortiment verträgt: Riegel, Tüten, Dosen, Flaschen, Kartonagen. Das Produkt liegt in einer Metallwendel, die sich dreht und den vordersten Artikel nach vorn schiebt, bis er fällt.
Doppelspiralen. Für breite Verpackungen lassen sich zwei benachbarte Spiralen koppeln, die synchron laufen – bei SandenVendo als Duo-Synchro-Spirale mit Doppelmotorantrieb. Ohne diese Option sind Sie auf die Standardbreite festgelegt. Achten Sie darauf, dass die Geräte dafür vorbereitet sind.
Spirallänge. Sie bestimmt, wie viele Artikel hintereinander stehen und damit den Nachfüllrhythmus. In den Geräten, die wir liefern, sind es 480 bis 500 Millimeter.
Wie stark die Kapazität mit der Breite ausschlägt, zeigt die OPROO-PRO-Reihe: Die schmalste Ausführung fasst in Standardbelegung 338 Produkte, die breiteste 684 – bei identischer Bauhöhe und Bautiefe. Der Unterschied liegt allein in der Breite, zwischen 740 und 1.340 Millimetern.
Passt für: Snacks, Riegel, Tüten, Kartonware, kleinere Getränke, Non-Food.
Passt nicht für: Zerbrechliches, Feingebäck, Eier, Glas.
Dosen oder Flaschen stapeln sich liegend übereinander und rutschen nach. Kein Motor pro Auswahl, kaum Mechanik, entsprechend robust. Der Preis dafür: Ein Schacht führt genau eine Sorte, und das Sortiment ist auf zylindrische Ware festgelegt. Die Produktgrenzen sind eng – Durchmesser 52 bis 72 mm, Höhe 80 bis 355 mm.
Hier lauert der größte Irrtum dieser Bauart. Man nimmt an, ein Gerät mit einem Schacht weniger fasse entsprechend weniger. Das stimmt nicht:
| Modell | Schächte | PET 0,5 l | Dosen 0,33 l | Bautiefe |
|---|---|---|---|---|
| Narrowstack 6 | 6 Schächte | 102 PET | 306 Dosen | 800 mm tief |
| Narrowstack 7 | 7 Schächte | 237 PET | 476 Dosen | 955 mm tief |
| Narrowstack 8 | 8 Schächte | 272 PET | 544 Dosen | 955 mm tief |
| Narrowstack 10 | 10 Schächte | 340 PET | 680 Dosen | 955 mm tief |
Der 6er hat nur einen Schacht weniger als der 7er, fasst aber weniger als die Hälfte an PET-Flaschen – er baut 155 Millimeter flacher und arbeitet mit einem anderen Mechanismus. Bei Dosen fällt der Unterschied deutlich milder aus. Wer überwiegend Flaschen verkauft, sollte den 6er also nicht wählen; wer Dosen verkauft und wenig Platz hat, dagegen schon.
Glasflaschen und Pfand. Für Bier und Wein in Glas gibt es eine eigene Ausführung, die 180 Glasflaschen à 0,5 Liter fasst und auf Pfandrückgabesysteme vorbereitet ist – ein Punkt, der in Deutschland regelmäßig übersehen wird, bis er zum Problem wird.
Große Gebinde. Für 1-Liter- und 1,5-Liter-Flaschen ist die normale Schachtbreite zu klein. Dafür gibt es eine modulare Ausführung, die sich mit Standard- und Schmalmodulen mischen lässt.
Beim Liftsystem fährt eine Plattform zur Ausgabeposition, nimmt das Produkt auf und setzt es unten ab. Kein freier Fall.
Das klingt nach einem Detail und ist in Wahrheit der Unterschied zwischen verkaufsfähig und Ausschuss. Betroffen sind Feingebäck und Torten, Eier, Glasflaschen, Kosmetik, Elektronik, Vakuumverpackungen mit empfindlicher Naht – und generell alles, was aus den oberen Etagen eines 1,90 Meter hohen Geräts einen entsprechend langen Weg hätte.
Bei den OPROO-PRO-Lift-Modellen ist der Lift serienmäßig; sie fassen in Standardbelegung 450 beziehungsweise 564 Produkte auf sechs Ebenen – drei Snackebenen, zwei Ebenen für 0,5-Liter-Flaschen und eine Dosenebene. Bei SandenVendo gibt es den schnellen Produktlift als Option für die oberen Etagen.
Der Lift kostet Aufpreis und ist ein bewegliches Bauteil mehr. Wenn Ihr Sortiment aus Riegeln und Chipstüten besteht, brauchen Sie ihn nicht. Sobald etwas Empfindliches dabei ist, gibt es keine Alternative.
Hier gibt es keine Spirale und keinen Schacht, sondern verschließbare Fächer. Der Kunde kauft, ein Fach entriegelt, er nimmt heraus. Die Lösung für Ware, die zu groß, zu unregelmäßig oder zu wertvoll für einen Ausgabeschacht ist – und für Click & Collect, Abholfächer und Pfandrückgaben.
Die entscheidende Zahl steht selten im Prospekt: die Fachbreite. Alle Fächer sind 230 Millimeter hoch und 445 Millimeter tief. Die Breite hängt davon ab, wie viele Fächer pro Etage sitzen:
| Aufteilung | Fachbreiten | Ergebnis |
|---|---|---|
| 3 Fächer je Etage | 180 · 390 · 180 mm | ein extrabreites Fach pro Etage |
| 4 Fächer je Etage | 180 · 170 · 170 · 180 mm | maximal 180 mm |
Daraus folgt eine simple Regel: Ist Ihr größter Artikel breiter als 180 Millimeter, brauchen Sie die Drei-Fach-Aufteilung. Die Variante mit 18 Fächern hat sechs davon, die mit 20 Fächern vier, die mit 24 Fächern keines – bei identischem Gehäuse, identischem Gewicht und identischem Stromverbrauch von 50 Watt.
Ein Hinweis zur Planung: Locker sind Slave-Einheiten. Sie brauchen eine Haupteinheit mit Touchscreen, und die muss beim Kauf der ersten Maschine schon feststehen.
Die Temperatur ist keine Ausstattungsoption, sondern die zweite Grundentscheidung nach dem Mechanismus. Vier Bereiche kommen in der Praxis vor:
| Bereich | Typisch für | Geeignet für |
|---|---|---|
| +2 bis +18 °C | Snackautomaten | Snacks, Getränke, belegte Brötchen, Joghurt |
| +2 bis +10 °C | Getränke- und Frischeautomaten | Getränke, Obst, Gemüse, frische Eier, Fertiggerichte |
| −10 bis −25 °C | Tiefkühlautomaten | Eis, Tiefkühlkost, Fertiggerichte auf Vorrat |
| 2 bis 20 °C mit Heizung | OPROO-PRO-Reihe | ungeheizte Hallen, Werkstätten, Tiefgaragen, Hofstellen |
Der letzte Punkt wird regelmäßig übersehen und ist gerade in Oberbayern relevant: Ein Automat in einer ungeheizten Halle oder an einer Hofeinfahrt hat im Januar ein Frostproblem, kein Kühlproblem. Geräte, die auch heizen können, bleiben dort ganzjährig verkaufsfähig, statt im Winter abgestellt zu werden.
Bei den Tiefkühlautomaten gibt es zwei Regalvarianten, die sich nur in einem Punkt unterscheiden: mit zentraler Trennwand – zwei getrennte Blöcke à vier Spuren – oder ohne, als durchgehende Reihe aus acht Spuren. Die Gesamtzahl der Auswahlen ist bei beiden gleich. Mit Trennwand lassen sich zwei Warengruppen sauber trennen, ohne bleibt die Regalbelegung freier.
Nicht jeder Standort trägt ein 1,90 Meter hohes Gerät. Für Theken, Empfangsbereiche und Pausenräume gibt es Aufsatzgeräte mit 16 Auswahlen: ungekühlt für Snacks, gekühlt für Getränke, oder als Kaffeemaschine.
Bei den gekühlten Tischgeräten entscheidet die Produkthöhe: Die höhere Ausführung nimmt Artikel bis 230 Millimeter auf – Proteingetränke, 0,5-Liter-Flaschen, Kosmetik. Die niedrigere ist 18 Zentimeter flacher und braucht entsprechend weniger Höhe über der Stellfläche. Die Anzahl der Auswahlen ist bei beiden identisch; Sie kaufen Höhenfreiheit, nicht Vielfalt.
Ein Hofautomat ist keine eigene Bauart, sondern eine Kombination aus drei Anforderungen: wetterfest, robust, oft unbeaufsichtigt. Technisch bedeutet das eine Outdoor-Ausführung mit Regenschutz nach IP34, Schutzdach, beheizter beschlagfreier Scheibe und vandalismussicherer Fronttür, ausgelegt auf Umgebungstemperaturen bis −15 °C.
Ein Punkt, der bei der Planung fast immer untergeht: Outdoor-Geräte bauen tiefer. Wo die Innenvariante 845 Millimeter braucht, sind es außen 1.010 – 165 Millimeter mehr für Dach und verstärkte Front. Messen Sie den Aufstellort in beiden Richtungen aus, nicht nur in der Breite.
Was verkauft wird, entscheidet dann über den Mechanismus: Eier, Milch und Gemüse brauchen Kühlung und schonende Ausgabe, Fleischpakete eher Fächer, Getränke einen Schacht.
| Ihr Produkt | Bauart | Worauf achten |
|---|---|---|
| Riegel, Chips, Tüten | Spirale | Doppelspiralen für breite Ware |
| Dosen, PET 0,5 l | Schacht | Durchmesser 52–72 mm, Höhe 80–355 mm |
| Glasflaschen, Pfand | Schacht, Sonderausführung | Pfandsystem-Kompatibilität |
| 1-l- und 1,5-l-Flaschen | Schacht, modular | Modulaufteilung |
| Gebäck, Torten, Eier | Lift | kein Fallweg |
| Fleisch, Wurst | gekühlt + Lift oder Fächer | Hygienekonzept |
| Eis, Tiefkühlkost | Tiefkühl | −10 bis −25 °C |
| Obst, Gemüse, Frischware | gekühlt +2 bis +10 °C | schonende Ausgabe |
| Sperrige oder wertvolle Ware | Klappe / Locker | Fachbreite 180 oder 390 mm |
| Kleine Fläche, Theke | Tischgerät | Produkthöhe prüfen |
| Ungeheizter Raum | Gerät mit Heizfunktion | 2–20 °C |
| Draußen | Outdoor-Ausführung | 1.010 mm Tiefe einplanen |
Die passenden Geräte je Kategorie finden Sie unter Automaten.
Vier Zahlen genügen, damit eine Beratung nicht bei Vermutungen bleibt:
| 1. | Breite, Höhe und Durchmesser Ihres größten Artikels | bestimmt Mechanismus und Fachaufteilung |
| 2. | Breite und Tiefe der Stellfläche | bei Outdoor die Tiefe zweimal prüfen |
| 3. | Temperatur am Aufstellort im Winter | entscheidet über Heizfunktion |
| 4. | Ob später Getränke oder Kaffee dazukommen sollen | entscheidet über die Haupteinheit |
Der letzte Punkt ist der, der am häufigsten zu spät kommt. Geräte mit Touchscreen können bis zu vier Slave-Automaten steuern, Geräte mit Tastenfeld nur einen. Wer klein anfängt und später erweitern will, trifft diese Entscheidung bereits mit der ersten Maschine – und kann sie danach nicht mehr nachholen, ohne die Haupteinheit zu tauschen. Mehr dazu unter Peripherie.
Wenn Sie die vier Angaben zur Hand haben: Schnellstart-Anfrage oder direkt Kontakt aufnehmen.
Ob einzelner Standort oder Multi-Standort-Setup: Wir beraten Sie ehrlich und melden uns zeitnah zurück.